Hat Japan soeben die nächste globale Rezession ausgelöst?

Die Rendite der Z-Njährigen japanischen Staatsanleihe ist auf 1,8% gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 2008. Diese Zahl sorgt aktuell in der internationalen Finanzwelt für sehr große Unsicherheit und das auch zurecht. Aber bevor du dich fragst, was hat ein Land, das am anderen Ende der Welt ist, mit dir und deinen Investments zu tun? Japan ist nicht nur die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt, sondern auch einer der größten Kreditgeber des globalen Finanzsystems. Und Japan hat jahrzehnte lang seine Zinsen bei 0% oder sogar darunter gehalten. Und dieses ultra billige Geld war die Grundlage für das Kapital, das überall auf der Welt für Stabilität, für Liquidität und auch für steigende Asset Preise gesorgt hat. Aber wenn das Fundament mal zu bröckeln beginnt, so wie wir es jetzt gerade sehen, dann verändert sich auch das ganze System mit einer globalen Umschichtung von Kapital, mit dem Abbau des größten Carry Trades der Welt, aber auch mit großen Unsicherheiten in den Märken, die wir jetzt auch schon im Moment spüren. Und genau deswegen schauen wir uns in diesem Video an, was passiert im Moment wirklich mit Japan? Wie wirkt sich das Ganze auf Aktien, Währungen und natürlich auch auf Bitcoin aus? Und werden wir deswegen langfristig wirklich in eine Rezession reingeraten oder wird es wieder nur ein Flash Crish, wie wir es 2024 schon erlebt haben? Japan ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt, aber gleichzeitig eines der ungewöhnlichsten Experimente moderner Geldpolitik. Nach den Platzen der gigantischen Aktien und Immobilienblase Anfang der 90er Jahre ist Japan in einer Art Dauerzustand aus schwachem Wachstum, niedriger Inflation und einer stark alternden Bevölkerung gerutscht. Um genau zu sein, ist Japan das Land mit der ältesten Bevölkerung der Welt und das ist ein gewaltiges Problem. Es wird prognostiziert, dass Japan bis 2050 rund 20 Millionen Menschen verliert und weil immer weniger junge Menschen arbeiten und immer mehr ältere Menschen sparen statt investieren, schrumpfen Produktivität, Innovation und Steuereinnahmen, während die Wirtschaft schwächer wird, die Staatsausgaben steigen und sich das Land in einen Teufelskreis aus geringem Wachstum, hoher Verschuldung und dauerhaft niedrigen Zinsen hineinbewegt. Und um dieses System stabil zu halten, hat die Bank of Japan Maßnahmen ergriffen, die früher unvorstellbar gewesen wären, nämlich Schritt für Schritt die Zinsen auf 0% zu sinken und später noch in den Negativbereich zu drücken. Das bedeutet, dass Banken teilweise sogar dafür zahlen mussten, das Geld in der Zentralbank zu lagern. Doch damit endete das Experiment nicht. Die Bank of Japan kaufte riesige Mengen an Staatsanleihen und begann die Rendite langfristiger Anleih aktiv zu kontrollieren. Dieses Modell nennt sich Yield Curve Control. Vereinfacht gesagt bestimmt die Zentralbank nicht nur den kurzfristigen Leizins, sondern auch wie hoch die Zinsen für zehnjährige Staatsanlagen sein dürfen. Und das Ergebnis ist, dass Japan ein Zinsvumfeld geschaffen hat über viele Jahre, das künstlich stabilisiert worden ist und dadurch wurde ein System geschaffen, das enorm wichtig ist für unsere Weltwirtschaft heute und das ist der Yen Carry Trade. Um zu verstehen, warum aktuelle Entwicklungen so spannend sind, musst du den Yen Carry Trade verstehen. Stell dir vor, du kannst dir kostenlos Geld ausleihen. Du gehst zur Bank deiner Wahl und sie geben dir einen Kredit für 0%. Damit gehst du in ein anderes Land, zahlst nur die Wechselgebühr und investierst in etwas, was 2, 3, 4, 5% Kredite bringt, wie z.B. US Staatsanleihen. Und die Differenz ist dein Gewinn. Genau das haben Banken, Hedgefonds und große Investoren mit japanischem Yen gemacht. Sie haben Jen aufgenommen zu extrem niedrigen Zinsen in Dollar oder Euro getauscht und damit US- Staatsanleih gekauft, Eerging Markets investiert, Aktienmärkte gehebelt und generell alles gekauft, was einfach mehr Rendite versprochen hat. Japan wurde dadurch zu einer Art Billig Kreditkgeber für die Welt. Deswegen sitzen japanische Investoren auf riesigen Beständen an ausländischen Anleihen und Aktien. Und durch diese Geldpolitik, nämlich billig in Yen Lein und im Ausland investieren, ist einer der Gründe, warum globale Zinsen so lange niedrig waren und warum Risk Assets über Jahre so gut gelaufen sind. Und solange Japan bei 0% bleibt, funktioniert dieses Spiel fantastisch. Doch was passiert, wenn so wie jetzt die Zinsen mal beginnen zu steigen? Die Rendite von zehnjährigen japanischen Staatseinleihen liegt jetzt bei ungefähr 1,8%. Klar, für jemanden aus Europa und der USA sind 1,8% nicht sonderlich viel. Wir sind 3 4 5% gewöhnt. Doch für ein Land, das zwei Jahrzehnte lang bei 0% rumgetümpelt ist, ist das historisch hoch. Und Japan sitzt auf einer Staatsverschuldung von über 250% der Wirtschaftsleistung. Das ist mehr als das dreifache dessen, was Deutschland hat und sogar höher als Griechenland auf dem Höhepunkt der Eurokrise. Wenn du viele Schulden hast, dann kann eine kleine Zinsänderung schon extrem brutal sein. Stell dir vor, du hast einen riesen Kreditberg und du schaffst es nur mit Mühe und Not, irgendwie diesen Kreditberg zu bedienen und plötzlich erhöht sich der Zinssatz. Das kann extrem weh tun. Und genau hier beginnt der Carry Trade zu wackeln. Wenn du dich in Yen verschuldest und Yen nicht mehr fast kostenlos ist, sondern plötzlich 1,8%, dann lohnt sich der Trade immer weniger und gleichzeitig werden japanische Anleihen für Japaner selbst wieder interessant, weil sie endlich wieder Rendite bringen und das ohne Währungsrisiko. Das kann dafür sorgen, dass japanische Investoren das Geld wieder zurück aus dem Ausland holen. Und wenn das mal passiert, dann haben wir wirklich ein riesen Problem, denn japanische Investoren halten über 3 Billionen US-Dollar an Auslandsvermögen, darunter mehr als 1,2 Billionen allein in US Staatsanleihen und ist somit der größte Käufer weltweit. Das heißt, auch wenn sich dieser Kapitalfluss nur verlangsamt, dann verschiebt sich das globale Gleichgewicht sofort. Der japanische Börsenkurs ist am Morgen so stark eingebrochen, wie seit 35 Jahren, nicht mehr die Angst vor einem Einbruch der Weltwirtschaft hat dem japanischen Nickerindex den größten Verlust seit 37 Jahren beschert. Um zu verstehen, wie stark Japan andere Märkte beeinflusst, sollten wir zusammen einen Blick auf 2024 werfen. Damals erhöhte die Bank of Japan ihren Leitsins von etwa 0,1% auf 0,25%. Eine minimale Änderung, aber genug, um den Yen innerhalb weniger Tage um 6% steigen zu lassen. Ein massiver Move für eine große Währung. Und dieser plötzliche Anstieg machte den Yen Carry Trade praktisch über Nacht unprofitabel. Investoren, die sich im Yen verschuldet haben, mussten ihn jetzt zurückkaufen und dadurch wurde eine Kettenreaktion an Liquidationen ausgelöst. Der Nicke fiel an nur einem Tag um über 10%, einzelne Exportwerte sogar um über 15%. Es war der heftigste Tagesverlust seit dem Crash von 1987. Bitcoin zweistellig und Aktien wurden abverkauft. Nur zwei Tage später stabilisierte sich die Lage, weil die Bank of Japan eingetreten ist, verbal zumindest. Doch 2025 stand heute ist die Lage etwas ernster. Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe liegt bei 1,81% dem höchsten Stand seit 2008. Auch 20 und 30-jährige Staatsanleihen haben die höchsten Rendite seit über einem Jahrzehnt erreicht. Und für ein Land mit einer Schuldenquote von 250% des brutto Innlandprodukts ist jeder Renditeanstieg super gefährlich. Gleichzeitig schwächelt der Jen weiter und ist so volatil wie seit Jahrzehnten nicht. Die japanische Regierung warn öffentlich vor möglichen Interventionen. Die Inflation liegt seit über 40 Monaten über dem 2% Ziel und steht aktuell bei ca. 3 %. Die Wirtschaft schrumpfte zuletzt um 0,4% und deswegen wurde ein neues Stimuluspaket beschlossen. 21,3 Billionen Yen, das sind ca. 135 Milliarden Dollar, finanziert durch neue Anleihen, was den Druck auf die Renditen weiter erhöhen wird. Damit steckt die Bank of Japan in einer klassischen Zinsfalle. Steigen die Zinsen weiter, wird der Staatshaushalt und fallen sie, schwäst sich der Yen weiter ab und treibt die Inflation an. Vielleicht stellst du dir mittlerweile die Frage, wie du dich in dieser turbulenten Zeit verhalten sollst. Ich kann dir nur sagen, wie ich mich verhalte und das ist natürlich keine Anlageberatung, aber ich denke, es ist relativ klar, dass das Fiat System vor allem in Ländern wie Japan zu bröckeln beginnt und dass das Vertrauen immer weniger wird. In Zeiten wie diesen ist es definitiv wichtig zu diversifizieren. Kann man natürlich machen in einem soliden Index wie den S&P 500, aber auch Gold, das gezeigt hat, wie stark es ist in den letzten Monaten. Aber natürlich auch, wer hätte es bei mir gedacht in Bitcoin Metalle, aber wie gesagt, vor allem Gold hat in den letzten Monaten bewiesen, da es immer neue Oldm He gebrochen hat, dass nicht nur private Investoren viel in Gold investieren, sondern mittlerweile auch wieder starten, massiv einkaufen, so viel wie in den letzten Jahrzehnten schon nicht mehr. Bitcoin ist für mich natürlich auch eine sehr gute Alternative langfristig zum Fiat System. Allerdings im Moment noch viel zu stark an der globalen Liquidität gekoppelt und auch zu stark noch gekoppelt an den Techktien und sehr news getrieben, auch sehr politisch getrieben. Ich hoffe in den nächsten Jahren, dass ich das ändern wird und Bitcoin hier wirklich sich entkoppeln kann. Mich würde interessieren, wie du die Entwicklung von Japan siehst. Denkst du tatsächlich, es wird einen riesen langfristigen Crash geben oder eben nur ein kurzes Beben, wie wir es 2024 erlebt haben? Ich danke dir auf jeden Fall wie immer fürs zuschauen und wir sehen uns beim nächsten

Japan hebt die Renditen auf ein neues Hoch – und die globalen Märkte reagieren sofort.
Ist das der Beginn einer neuen Rezession?
Ich zeige dir, was hinter dem Zins-Schock steckt, warum der Carry Trade wackelt und welche Auswirkungen das auf Aktien und Bitcoin haben kann.

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