JAPAN und CHINA STEHEN SICH WEGEN TAIWAN GEGENÜBER: Was haben die vor? | @VisualPolitikDE

Dieses Video wurde euch durch Surfhark ermöglicht. Mehr dazu gleich. Am Ende ist das Ganze eskaliert. Der Start der neuen japanischen Regierung unter Premierministerin Sane Takaishi ist alles andere als reibungslos verlaufen. Los ging es mit einem massiven Anstieg der Kosten für die Staatsschulden und vor allem mit einer spektakulären diplomatischen Krise zwischen Japan und China, einem Schlagabtausch, wie es ihn seit vielen Jahren nicht mehr gegeben hat. Und das alles wegen Taiwan und wegen ein paar Sätzen von Takaishi, die Shjing Ping so richtig wütend gemacht haben. Wenn sie China Kriegsschiffe einsetzen und das mit Gewaltanwendung einhergeht, dann könnte das, egal wie man es dreht und wendet, eine lebensbedrohliche Situation sein. Die Regierung würde dann entscheiden, wie sie darauf reagiert. Im Grunde bedeuten diese Worte nur eins, dass Japan Taiwan verteidigen würde, falls China eine Invasion starten sollte. So klar hat das bisher noch kein japanischer Premierminister gesagt und tatsächlich hat diese Aussage Kritik früherer Regierungsschefs auf sich gezogen. Ihr wird mangelndes Taktgefühl und fehlende Verantwortungsbereitschaft vorgeworfen. Allen voran der vorherige Premierminister Shigero Ishiba, der diese Äußerungen als Fehler bezeichnete, was aus dem typisch diplomatischen, höflichen und sehr zurückhaltenden Japanisch übersetzt in Wirklichkeit so viel heißt wie völlig inakzeptabel. Und der Punkt ist, wenn es um Taiwan geht, gab es immer oder zumindest früher so eine Art stillschweigenden Konsens. Mehr oder weniger weiß jede Seite, was sie tun würde, wenn ein Konflikt ausbricht, aber niemand darf es laut sagen. Weder positiv noch negativ. Und genau dieses Schweigen hat Takaishi jetzt gebrochen und damit im Verhältnis zu Peking alles auf den Kopf gestellt. So sehr, dass der asiatische Riese bereits begonnen hat, einen massiven Boikott zu starten, der inzwischen erste Probleme verursacht. Chinesische Reisende sagen wegen der angespannten Lage Hunderte von Reisen nach Japan ab. Chinesische Fluglinien bieten kostenlose Stonnierungen an und Filmstats werden nach den Äußerungen der japanischen Premierministerinnen zu Taiwan verschoben. Der erste Schritt war ein eher sanfter, eine klassische wirtschaftliche Bestrafung im Stil von Made in China und die wird eskalieren, wenn die andere Seite nicht zurückrudert. Konkret haben er China, China Sousan China Eastern und andere Fluggesellschaften des asiatischen Riesen chinesischen Touristen erlaubt, ihre Reisen nach Japan kostenlos zu stonnieren. In der Logik der chinesischen Behörden bedeutet das, die Regierung will nicht, dass ihre Bürger dorthinreisen und genau deshalb bleiben viele jetzt zu Hause. Das mag nach einer Kleinigkeit klingen, aber der chinesische Tourismus ist für Japan eine wichtige wirtschaftliche Stütze. Allein 2024 haben chinesische Touristen im Land der aufgehenden Sonne 11,2 Milliarden US-Dollar ausgegeben und 2025, obwohl das Jahr noch nicht einmal vorbei ist, liegen die Zahlen bereits über denen des Vorjahres. Fakt ist, wenn China jemanden bestrafen will, trifft es ihn dort, wo es am meisten weh tut, im Portemonnaie. Aber klar, bei der ganzen Geschichte, die wir euch gleich erzählen werden, müsst ihr eins im Hinterkopf behalten. Der Tourismus ist dabei noch das geringste Problem. Schaut euch das hier an. Dein dreckiger aufdringlicher Hals muss ohne zu zögern abgeschnitten werden. Bist du bereit dafür? Was ihr gerade gesehen habt, ist ein Post of X vom chinesischen Generalkonsul in Osaka. Kurz gesagt, ein Typ, der so richtig vom Leder gezogen hat, so sehr, dass er den Post am Ende sogar wieder löschen musste. Aber vielleicht war dieser Kommentar auf X nicht einfach nur der Ausraster eines Rüpeldiplomaten. Schaut mal, in einem Land wie China, in dem politische Kommunikation mit chirurgischer Präzision gesteuert wird und indem schon ein einziges Adjektiv als Zeichen von Loyalität oder Verrat gelesen werden kann, ist es schwer zu glauben, dass ein Diplomat einfach so schreibt, man sollte der Regierungschefin eines anderen Landes den Kopf abschneiden. Diese Art von Sprache ist viel zu exklusiv, um nur ein spontaner Wutausbruch zu sein. Also lautet die Frage: Warum so viel Aggression? Warum hat China reagiert, als hätte Japan ihm praktisch den Krieg erklärt? Nun, wenn man bedenkt, dass China und Japan historisch nie besonders gut miteinander ausgekommen sind, dann könnte der Ursprung dieses plötzlichen Hasses ganz bewusst von der neuen Premierministerin selbst befeuert worden sein. Das alles könnte sehr gut Teil einer extrem wirkungsvollen politischen Marketingoperation sein, die sich an die japanische Öffentlichkeit richtet. Ein Publikum, das ohnehin keine besonders hohe Meinung von China hat. Tatsächlich hat Takaishi nur wenige Tage nach ihrer Vereidigung etwas getan, was Peking als absolute Provokation empfand. Sie traf sich beim Apec Gipfel Ende Oktober mit dem Vertreter Taiwans und genau in diesem Moment begann sich Skis Gesicht zu verziehen. Der chinesische Staatschef hatte Takaishi direkt gebeten, beim Thema Taiwan und bei anderen historischen und territorialen Fragen vorsichtig zu sein. Aber wie ihr seht, hat sie sich für das genaue Gegenteil entschieden, denn die Wahrheit ist, der ganze Aufruhr kommt dieser Premierministerin auch noch perfekt gelegen. Gleich erkläre ich euch, warum wir das sagen und warum sie dabei ganz nebenbei möglicherweise sogar unfreiwillig einen roten Teppich für Pekings Playbook ausrollt. Jetzt fragt ihr euch vielleicht: Welches Playbook? Wovon reden wir da? Steckt da wirklich noch mehr dahinter? Oh ja, und zwar eine ganze Menge. Denn hinter dem ganzen Lärm, dem Drama, dem wütenden Konsul und den Chinesen, die ihre Flüge stonnieren, laufen sehr kalkulierte Spielzüge ab. Spielzüge, die wir jedes Mal beobachten können, wenn das chinesische Regime Druck ausüben will, nach innen wie nach außen. Die entscheidende Frage ist also nicht, ob Takaishi China aus Popularitätsgründen provoziert hat. Die wirklich entscheidende Frage lautet: Warum hat China genau jetzt so heftig reagiert? Passt gut auf, denn in dieser Geschichte ist so gut wie nicht so, wie es auf den ersten Blick scheint. Bevor wir richtig loslegen, kurze Frage: “Habt ihr schon mal eine E-Mail geöffnet, die irgendwie verdächtig aussah? Oder habt ihr mal etwas angeklickt und wurdet plötzlich auf irgendeine andere Website umgeleitet?” Ja, online Gefahren werden jeden Tag raffinierter. Genau deshalb bin ich wirklich beeindruckt von dem, was Surfck jetzt anbietet. 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Die Ereignisse der letzten Wochen sind ein klarer Déjàvuefall in der jüngeren Geschichte der Spannungen zwischen China und Japan. Immer wenn Japan etwas sagt oder tut, das nicht ins chinesische Narrativ passt, liefert es Peking die perfekte Gelegenheit, einen Mechanismus zu aktivieren, der älter ist als Shijjing Ping selbst, den kalibrierten Nationalismus. Mit anderen Worten, es ist wie ein Schalter, den Sie je nach Bedarf an oder ausschalten. Japan wird dann zur perfekten Nebenfigur, um die Öffentlichkeit aufzuwühlen, wenn es das interne Drehbuch verlangt. Es eignet sich dafür perfekt. Denk mal darüber nach. Es ist der alte Feind, der China im 20. Jahrhundert teilweise kolonisiert hat. Der Barbar, der zahlreiche Verbrechen begangen hat. etwa das berüchtigte Massaker von N King, ideal, um die nationalistische Rhetorik anzuheizen. Wenn das so ist, stellt sich als nächstes die Frage, warum kommt dieser ganze Aufruh für China gerade jetzt so gelegen? Gehen wir das Schritt für Schritt durch. Der ganze Skandal beginnt in einem ganz bestimmten Moment. Erstens, mitten in einer wirtschaftlichen Abkühlung, über die wir später noch sprechen werden und zweitens, wie wir schon gesagt haben, genau in dem Moment, in dem Takaishi an die Macht kommt. Eine Politikerin, die offensichtlich nicht im geringsten daran denkt zu schweigen über Dinge, über die bisher geschwiegen wurde. Und bedenkt, innerhalb weniger Wochen hat sie bereits erreicht, wofür viele japanische Regierungschefs Jahre brauchen. Ihre Popularität ist durch die Decke gegangen. Sie liegt laut der jüngsten Umfrage bei 75%. Sie hat sich außerdem im Rekordtempo auf der internationalen Bühne positioniert, indem sie sich mit strategischen Partnern getroffen hat. Und sie hat es geschafft, sich in der japanischen Bevölkerung das Image einer verlässlichen Führungspersönlichkeit zu erarbeiten. Und zu all diesen Erfolgen kommen noch ihre ersten Maßnahmen zur Erhöhung der Verteidigungsausgaben und ihre Aussagen zu Taiwan, die ein ganz konkretes Ziel verfolgen, über das ich euch gleich noch erzählen werde. Aber dazu kommen wir später. Zuerst müsst ihr verstehen, warum China, statt zu deeskalieren und Takaishi einen Ausweg zu lassen, ihre Aussagen zurückzunehmen, genau das Gegenteil tut. Es geht in die Offensive, eine Offensive, die Japan gleichzeitig dazu drängt, seine Position nicht zurückzunehmen oder zu verwässern, sondern noch entschlossener aufzutreten. Einfach um zu vermeiden, dass die eigenen Bürger den Eindruck bekommen, man beuge Partei Chinas. Und genau das ist das Schlimmste, was einer Politikerin im Inland passieren kann. Natürlich ist das nur die Spitze des Eisbergs eines Drehbuchs, dem Cheesing Ping seit Jahren folgt. Bleibt dran. Der damalige japanische Premierminister Yoshi Hikonoda kündigt die Verstarchung der Senkako Inseln an. Diese unbewohnten Felsen im Pazifik zwischen Japan und China gelegen waren für Tokio im Grunde eine Verwaltungsfrage, aber für China waren und sind sie ein nationales Symbol. Tokyo nennt sie Senkaku. Peking nennt sie Diaoai. Und dann passiert folgendes. Nur vier Tage nach dieser Ankündigung, boom, ist Peking plötzlich voller Demonstranten, als hätte jemand auf einen rucken Knopf gedrückt. Plötzlich gehen tausende Menschen auf die Straße, stehen vor der japanischen Botschaft, verbrennen Flaggen, zerstörern japanische Geschäfte und wir sehen sogar Banner, auf denen gefordert wird, dass Japan eine Provinz Chinas werden soll. Die Proteste sind riesig. Auf den ersten Blick könnte das wirken wie eine spontane patriotische Massenbewegung, die auf die Straße geht, um die nationale Souveränität zu verteidigen. Aber ganz offensichtlich könnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein. Denkt daran, wir reden hier von China, einem Land, wo politische Versammlungen nicht erlaubt sind, es sei denn, sie sind im Interesse der Regierung. Tatsächlich werden solche Proteste fast immer auf die eine oder andere Weise von der chinesischen Regierung selbst organisiert. Bei dieser Gelegenheit wurden Leute aus ländlichen Gebieten mit kostenlosen Bussen nach Peking gebracht. Sie bekamen sogar eine Aufwandsentschädigung. Stellt euch das mal vor. Ihr steigt in einen Bus, bekommt noch was zu essen, kommt in der Hauptstadt an und dann heißt es: “Hier ist euer Banner. Jetzt schreit schön laut, dass Japan der Feind ist.” Die Frage ist, warum ist das alles überhaupt passiert? Nun, genau wie heute war das natürlich kein Zufall. Im Jahr 2012 brauchte China einen äußeren Feind. Die chinesische Wirtschaft war gerade auf einem ihrer Höhepunkte. Sie hatte Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt überholt. Sie war immer noch im Rausch des Erfolgs der Olympischen Spiele 2008 und die Expo 2010 in Shanghai war ein Paradebeispiel für Soft gewesen und obendrein strömten ausländische Investitionen ins Land. Damals herrschte ein Gefühl von Stolz und Wohlstand. In diesem Kontext war es ein Mittel, sich einen Feind zu suchen, um Stärke und Macht zu demonstrieren, ohne große Risiken einzugehen. Und jetzt kommt der spannendste Teil. Im Jahr 2012 war die kommunistische Partei so überzeugt von ihrer sozialen Kontrolle, dass sie es sich leisten konnte, Proteste zu organisieren, ohne Angst vor einem Kontrollverlust zu haben. Aber heutzutage ist das längst nicht mehr so klar. Denk mal darüber nach. Seit Takaishi ihren Kommentar zu Taiwan abgegeben hat, habt ihr in China irgendwelche massiven antijapanischen Demonstrationen gesehen? Tja, schwierig, denn bislang hat es keine einzige gegeben. Tatsache ist, das China des Jahres 2025 ist nicht mehr das China von vor 10 Jahren. Peking ist in einer schwierigen Lage und das verändert alles. China hat den schlimmsten Investitionsrückgang seit Jahren, weil die Konjunktur weiter nachlässt. Auch der Konsum hat sich verlangsamt und die Einzelhandelsätze sind so stark zurückgegangen, wie seit 2021 nicht mehr. Die Einzelhandelsätze, einer der wichtigsten Gradmesser für den Binnenkonsum, sind nur um 2,9 % gestiegen. Das ist das deutlichste Zeichen dafür, dass die Haushalte weniger ausgeben, weil sie Angst vor der Zukunft haben. Die Industrieproduktion und die Unternehmensgewinne, die lange Zeit der wichtigste Wachstumsboter Chinas waren, verlieren an Fahrt. Und am alarmierendsten, die Investitionen in Anlagegüter, also in die Vermögenswerte, die nötig sind, um mehr produzieren zu können, sind um 1,7% eingebrochen. Dies ist das zweite Mal seit Jahrzehnten, dass so etwas passiert. Es ist ein weiteres Zeichen für gewisse Ermüdungserscheinungen, zumindest in bestimmten Bereichen dieser Volkswirtschaft. Vergesst nicht, der Immobiliencrash hat Schaden angerichtet. Sie versuchen damit umzugehen, aber der Schaden ist da. Und neben dem Einbruch am Immobilienmarkt haben wir den Niedergang, industrielle Überkapazitäten und einen knallharten Wettbewerb zwischen Unternehmen, von denen viele nur dank der Unterstützung staatlicher Banken überleben. Ihr müsst nur mit irgendeinem Chinesen reden, um zu merken, dass die Stimmung gerade alles andere als optimistisch ist. Wohl gemerkt, ich sage nicht, dass China keine Stärken hätte. Technologisch haben sie einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht, aber sie haben eben Probleme und die treffen vor allem die Arbeiterklasse. In so einem Kontext wären zugelassene oder sogar geförderte Proteste wie 2012 eher kontraproduktiv, aber so oder so. Der Schlüssel zum Verständnis liegt darin, dass es im Grunde gar nicht so wichtig ist, was Takaishi gesagt hat. Wichtig ist, wann sie es gesagt hat. Hätte Japan exakt dasselbe vor 5 Jahren gesagt, hätte China vermutlich deutlich gelassener reagiert. Mit anderen Worten, nicht Japan hat sich verändert, sondern China. Heute braucht Peking mehr Nationalismus, weil es weniger wirtschaftliche Legitimität vorweisen kann und Tokyo ist dafür das perfekte Ziel. Genau das ist der wahre Grund, warum die Staatsmedien das Narrativ verstärken. Japan sei ein provokatives Land und ein destabilisierender Faktor für die Region. Und wenig überraschend stellen sie Takaishi als aggressive Führungspersönlichkeit da, die denen Frieden bedroht. Und merkt euch eins, in diesem rhetorischen Schlagabtausch zwischen ehemaligen Erzfeinden ist nicht nur China aktiv. Hinter Sanae Takaishis Aussagen zu Taiwan steckt auch ein kalkulierter Schachzug Japans. Ein Schachzug, den die neue Premierministerin zu einem der größten politischen Trümpfe ihre Regierung machen will. Also aufgepasst. Wieso hat Politik, Freunde? Die Japaner haben jahrzehntelang in so einer Art selbst auferlegter Bedeutungslosigkeit im regionalen Kontext gelebt. Ihre imperialistische und militaristische Vergangenheit hängt Ihnen bis heute nach und ihre pazifistische Verfassung legt ausdrücklich fest, dass sie jede Form von Konfrontation vermeiden sollten, außer zur Selbstverteidigung. Deshalb ist es für Japaner etwas extrem Neues, offen darüber zu sprechen, ein anderes Land als Japan zu verteidigen. Und Neues weckt Emotionen. Er ist recht, wenn man es nicht nur sagt, sondern immer wieder betont und sich weigert, diese Aussage klar zurückzunehmen. Das heizt die Gefühle nur noch mehr an. Aber worüber reden wir hier ganz genau? Nun, die Wahrheit ist, mit diesem Schritt hat sich die Premierministerin innenpolitisch in eine klare Position der Stärke gebracht. Bis jetzt kratzt nicht einmal die Drohung wirtschaftlicher Kosten durch den chinesischen Bikott an ihrer Popularität bei den Wählern. Im Gegenteil, das Ganze stärkt ihr Image als konservative Frau mit klaren Überzeugungen, als echte Führungspersönlichkeit, die die Interessen Japans verteidigt. Sagen wir es so, Takaishi hat bei der japanischen Wählerschaft einen Nerv getroffen. Eine Wählerschaft und das ist absolut entscheidend, die zunehmend bereit ist, den Pazifismus des Landes in Frage zu stellen. Mehr noch die antiichinesische Stimmung im Land nimmt spürbar zu. Es gibt immer mehr Beschwerden über den übermäßigen chinesischen Tourismus. Es gibt Berichte über Pekings militärische Expansion in der Nähe der japanischen Inseln und sogar Berichte, in denen chinesische Bürger dafür verantwortlich gemacht werden, dass sie durch den Kauf von Immobilien die Mieten und Grundstückspreise in die Höhe treiben. Diese Ansichten werden immer populärer, vor allem bei jungen Leuten, einer Gruppe, die die Premierministerin unbedingt für sich gewinnen will. Und wisst ihr was? Eine aktuellen Umfrage zufolge unterstützen 64% der 18 bis 39-jährigen Takaishis Kurs gegenüber China, deutlich mehr als in der Gesamtbevölkerung, wo es 56% sind. Und damit ist die Geschichte noch längst nicht zu Ende. Dieser Streit verbessert auch Japans Image in Ländern, die selbst größere territoriale oder maritime Konflikte mit Peking haben. Allen voran natürlich Taiwan. Tai hat z.B. wie gerade sämtliche Beschränkungen für Lebensmittelte aus Japan aufgehoben, die seit der Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011 galten. Und der taiwanische Präsident hat sogar ein Video gepostet, in dem er Sushi ist. Aber halten wir hier kurz inne, um etwas zu erklären, das absolut entscheidend ist, wenn man diese Geschichte verstehen will. Die überwiegende Meinung unter Analysten ist, dass Takaishis Aussage über die Möglichkeit, Taiwan zu verteidigen, improvisiert war, nicht strategisch durchgeplant. Aber als sie dann einmal in der Klemme steckte, hat die Premierministerin versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Diese Frau gehört zum konservativsten und nationalistischsten Flügel ihrer Partei. Takaishi hat regelmäßig den Yasukuni Schrein in Tokyo besucht, wo die Gefallenen des japanischen Kaiserreichs geehrt werden, darunter auch 14 Kriegsverbrecher der Klasse A. Diese Besuche wurden von ehemaligen Opfern, darunter Länder wie China und Südkorea immer als provokativ und beleidigend empfunden. Und genau deshalb ist Chinas Reaktion so heftig. Das hier ist nicht einfach nur ein weiterer diplomatischer Schlagabtausch zwischen Staaten. Wir erleben, wie zwei Nationalismen mit widersprüchlichen historischen Narrativen mit voller Wucht aufeinander prallen. Für Peking ist Japan ein Symbol und genau das nutzen sie zu ihrem Vorteil aus. Takaishi wiederum kann es sich jetzt nicht leisten zurückzurudern, denn das könnte ihr politisches Todesurteil bedeuten. Sie muss den Schlag, den Shjing Ping ihr versetzt, aushalten, so wie es andere Länder in der Vergangenheit auch schon getan haben. China hat insgesamt 43 Vergeltungsmaßnahmen gegen die südkoreanische Unterhaltungsindustrie und Handelsgüter ergriffen, als Reaktion auf Souls Plan, das US-amerikanische Raketenabwehrsystem Thieren. Bei dieser Sache mussten die Südkoreaner rund ein Jahr lang Boikotte durchstehen. Der chinesische Tourismus brach um fast 40% ein und die Verkäufe südkoreanischer Marken in China gingen stark zurück. Einige große Unternehmen mussten diesen Markt sogar ganz aufgeben. Doch als China merkte, dass seine Forderungen nicht erfüllt würden, kehrte plötzlich alles wieder zur Normalität zurück und so ist es bis heute geblieben. Es ist also gut möglich, dass mit Japan etwas ähnliches passiert. Wenn Takaishi standhaft bleibt und nicht zurückweicht, wird sie innenpolitisch einen sehr wichtigen Punktgewinn verbuchen und mit der Zeit wird sich höchstwahrscheinlich wieder alles normalisieren. Natürlich dürfen wir die Möglichkeit nicht ignorieren, dass die Dinge eines Tages außer Kontrolle geraten könnten. Was könnte also passieren, wenn China am Ende tatsächlich in Taiwan einmarschiert? Könnte Japan sich wirklich in diesen Konflikt einmischen? Nun, das bleibt abzuwarten. Könnte Japan Taiwan schützen? Wenn morgen in Taiwan ein Krieg ausbrechen würde, könnte Japan dem Land dann wirklich zur Hilfe kommen? Nun, nach Auffassung Chinas? Nein. Es würde nur eine vernichtende Niederlage gegen die starke chinesische Volksbefreiungsarmee einstecken und einen hohen Preis zahlen müssen. Vernichtend. In Pekings Augen würde Japan KO gehen, sobald es nur den Fuß in den Ring setzt. Aber stimmt das wirklich? Um das zu verstehen, müssen wir zu unserer Protagonisten zurückkehren. Sanae Takaishi. Die japanische Premierministerin ist mit einem glasklaren Ziel angetreten, die Aufrüstung zu beschleunigen und Japan in einen echten strategischen Akteur im Indo Pazifik zu verwandeln. Es geht nicht mehr nur darum, im Schatten der Vereinigten Staaten zu stehen. Takaishi will, dass Japan eine eigene hörbare Stimme hat. Tatsächlich war eines ihrer ersten Versprechen, die Verteidigungsausgaben schneller als geplant auf 2 % des BEP zu erhöhen. Tokio will auf alles vorbereitet sein, was kommen könnte oder zumindest den Anschein erwecken es zu sein. Aber springen wir nicht zu schnell nach vorne. Das Problem ist, Japan allein könnte Taiwan nicht z Hilfe kommen. Egal, was Takaishi sagt, es wäre definitiv auf die Unterstützung seiner Verbündeten angewiesen. Tokio ist ganz klar unterlegt. Es ist offensichtlich, dass die chinesische Volksbefreiungsarmee gigantisch ist. und Japan ihr allein nicht die Stirn bieten kann. Die chinesischen Streitkräfte sind den japanischen zahlmäßig im Verhältnis 8:1 beim Personal, 7 Z ein bei den Kriegsschiffen und 5 Z ein bei den Militärausgaben überlegen. Selbst wenn man berücksichtigt, dass Japans Militärtechnologie überlegen ist, wäre es undenkbar, sich einen Konflikt vorzustellen, indem Japan alleine mitkämpft, vor allem nach Jahren militärischer Unterfinanzierung. Daher hängt der Schlüssel zur Frage, ob Japan Taiwan verteidigen könnte oder nicht, weniger von Japan selbst ab. sondern vor allem davon, was seine Verbündeten tun würden. In diesem Fall müssen wir vor allem auf zwei Länder schauen. Die Vereinigten Staaten und wegen ihrer geographischen Nähe und militärischen Stärke Südkorea. Aber fangen wir mit den Vereinigten Staaten an. Japan ist bislang immer davon ausgegangen, dass die USA im Ernstfall an seiner Seite steht. Im Moment gibt es jedoch ein kleines Detail im Weißen Haus, dass man nicht ignorieren kann und das heißt Donald Trump. Wenn es um Taiwan geht, war Trump alles andere als eindeutig. Seine Aussagen reichen von: “Wir müssen die Taiwaner mit allem verteidigen, was wir haben, bis hinzu: “Warum sollten wir ein Land schützen, das unsere Technologie stielt?” Und für Japan ist diese Unklarheit ganz offensichtlich ein erhebliches Problem. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich die Regierung Trump voll und ganz auf ihr berühmtes Make America Great Again konzentriert. Man sollte außerdem nicht vergessen, als Peking die Institution in Hongkongs stürmte, damit gegen sämtliche internationalen Abkommen verstieß und die vollständige Kontrolle über die Stadt übernahm, war Trump ebenfalls an der Macht. und er hat absolut nichts unternommen, um das zu verhindern. Daher gilt, wenn China eine Invasion gegen Taiwan starten würde, z.B. im Jahr 2027, das einige Analysten inzwischen ins Spiel bringen, würde Trump wahrscheinlich nur das absolute Minimum tun, um das zu verhindern. Im besten Fall ist das Risiko dafür einfach viel zu groß, als dass die Japaner sich allein in die Schusslinie eines regionalen Konflikts stellen könnten. Mit Südkorea ist die Lage ähnlich, aber aus ganz anderen Gründen. Ob es euch gefällt oder nicht, Soul wird sich aus zwei Gründen nicht in einen Krieg gegen China hineinziehen lassen. Erstens ist China Südkoreas wichtigste Handelspartner und außerdem Lieferant von Schlüsselressourcen, die für die südkoreanische Industrie unverzichtbar sind. Zweitens steht Südkorea in der Chipindustrie in direkter Konkurrenz zu Taiwan. Das technologische und wirtschaftliche Herz Südkoreas heißt Samsung und SK Heinix. Das Taiwans heißt TSMC. Beide Länder kämpfen darum, die strategisch wichtigste Industrie der Welt zu dominieren. Und während Takaishi bei Taiwan vor allem politisch taktisch denkt, ist Taiwan für Soul eher ein industrieller Rivale. Ab hier ist die Lage also ziemlich klar. Japan sagt, es würde Taiwan helfen. China sagt, es würde Japan zermalmen. Die Vereinigten Staaten sind unberechenbar und Südkorea ist in dieser Frage kompliziert. Wie auch immer, wenn der ganze Lärm, die scharfen Worte, die Flugstonierungen, die hysterischen Konsolen und die Untergangswarnungen wieder etwas abklingen, bleibt die Wahrheit am Ende ziemlich simpel. Das hier ist ein kalkuliertes politisches Spiel auf beiden Seiten. Sanae Takaishieshi hat die Lunte ans Pulverfass gelegt, nutzt das jetzt voll aus und hat Jijing Ping damit gleichzeitig ein wunderbares Werkzeug in die Hand gegeben, um den nationalen Eifer wieder hochzufahren. Beide Länder profitieren von dieser Geschichte und höchstwahrscheinlich wird Taiwan von beiden Seiten vor allem als Druckmittel benutzt, als Instrument diplomatischen Drucks. Nicht viel mehr als das. Und jetzt seid ihr dran. Was meint ihr? Glaubt ihr, dass Japan Taiwan im Ernstfall wirklich gegen China verteidigen würde? so wie Takaishi es andeutet, oder hätten die Japaner am Ende gar keinen Handlungsspielraum, wenn ihre Verbündeten nicht mitziehen? Und wie steht ihr generell dazu, solche Themen zu nutzen, um politisches Kapital zu schlagen auf beiden Seiten? Schreibt eure Meinung unten in die Kommentare. Wir sind gespannt, was ihr denkt. Und vergesst nicht, geht auf surfrark.com/politik.de oder nutzt den Code politik.de beim Checkout, um vier zusätzliche Monate Surfhark VPN gratis zu bekommen. Der Link ist in der Beschreibung und den QR-Code seht ihr auf dem Bildschirm. Wenn euch dieses Video gefallen hat, gebt uns einen Daumen nach oben und abonniert Visualpolitik, falls ihr das noch nicht getan habt. Wie immer, vielen Dank, dass ihr dabei wart. Passt auf euch auf und bis zum nächsten Mal.

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Kapitel:
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5:16 Surfshark
6:48 NICHTS IST SO, WIE ES SCHEINT
9:21 „Anti-japanische Stimmung“ als altes politisches Instrument
11:58 Verspannte Muskeln in China
14:21 Takaichis großer politischer Vorteil
18:40 KÖNNTE JAPAN TAIWAN SCHÜTZEN?

20 Comments

  1. Diese Takahishi scheint eine gefährliche Frau zu sein.
    Die Gefahr das von ihr aus geht ist, dass ihr Land in einem ungleichen Krieg hinein katapultiert wird.
    Sie ist anscheinend die asiatische Ausführung von Selenski.
    Japan sollte sich nicht auf Amis verlassen. Die USA ist auch dafür bekannt dass sie nicht nur Verbündete sondern auch Vasallen verrät und verkauft.

  2. Mein Grundgedanke ist, dass Taiwan eine der 2 stärksten Halbleiter-Industrien beherbergt.
    Ohne diese wären Chinas Ambitionen nicht, wie sie sind.
    Japan könnte der Industrie Taiwans eine neue Heimat sein.
    Der Haken: Die Bevölkerung von Taiwan würde folgen müssen.
    Europa könnte die neue Heimat für diese Industrie sein!

  3. krass in deutschland, werden die Komunisten auch von der Regierung bezahlt sogar noch viel besser als in China und werden dann Deutschlandweit mit dem Bus gefahren um die Opposition zu unterdrücken, krass sind wir vielleicht schon längst ein totalitäres Land??

  4. Diese elende Heuchelei, wie es die europäischen Staaten mit China machen, ist einfach nicht auszuhalten. Japan, weil es klare Worte spricht, mangelndes Taktgefühl zuzusprechen ist doch nur A…kriecherei zu China, weil sich alle abhängig gemacht haben. Sorry, das ist für mich keine gute Berichterstattung

  5. Japan ist nichts anderes als Amerikas Schoßhund und stolzer Israel Supporter, welcher Aktuell nur auf Befehl der USA agiert, daher ist es leicht zu sagen auf welcher Seite ich stehen werde.

    Ich drücke China die Daumen, der Westen und das Christentum haben nichts als Unheil über die Menschheit gebracht, es ist zeit das diese Verbrecher ihre eigene Medizin kriegen.

  6. Alles richtig gemacht, so muss sich ein starker japanisch staat verhalten.
    Im vergleich zu china ist rußland ein schulmädchen.
    Einfach mal sich mit beschäftigen, china ist eine absolut skrupelose und brutale dikatur. Wenn die demokratie nicht nur ein vorgeheuchel ist um sich selbst zu berreichenr müsste die welt auf seiten taiwans stehen.
    Die übrigens im demokratie ranking noch über 10 plätze vor deutschland sind

  7. Japan ist in keiner Position, in irgend einer Art und Weise sich hier einzumischen. Seit 80 Jahren wartet Asien immer noch auf eine Entschuldigung der Japanischen Regierung für die naziähnlichen Gräueltaten aus dem 2. Weltkrieg.