Neue US-Doktrin – Gefahr für die Wirtschaft! Der Hellmeyer der Woche KW50

Willkommen zum FTD Hellmeier der Woche Kalenderwoche 50. Wir das Jahr neigt sich dem Ende zu, meine Damen und Herren, und hoffentlich auch in der Geopolitik der Ukraine Konflikt. Dafür stehen die Chancen ganz gut. Der Druck der USA wird hier immer größer, dass es hier am Ende zu einer Waffenstillstands und Friedenslösung kommt. Das ist sicherlich insbesondere für die Menschen vor Ort positiv. Das große Problem dabei ist, dass die Fahrlangs des Westens hier nicht einheitlich auftritt. Die USA forieren diesen Prozess und die Europäische Union ist insbesondere durch äh die Aktivität der Deutschlands, Frankreichs, aber auch außerhalb der Europäischen Union Großbritanniens mit einer Koalition der Willigen nicht bereit, diesen Ansätzen, die im Moment in der Diskussion stehen, so zu folgen, wie es sich die USA vorstellen. Lange Rede, kurzer Sinn. Das ganze Thema wird dadurch brisanter, weil die USA eine neue Sicherheitsdoktrin vorgestellt haben auf 33 Seiten und die hat es in sich. Russland verliert seinen Feindstatus. Das ist ein ganz elementarer Punkt in meinen Augen. Und gegenüber Europa nehmen die USA, ich nenne es jetzt mal freundlich, eine sehr kritische Haltung wegen diverse Aspekte ein. Ein Aspekt spielt dabei auch die Entwicklung der Demokratie innerhalb der Europäischen Union und die Haltung gegenüber der Europäischen Union als Institution wird sehr sehr kritisch von den USA beeugt. Was heißt das? Diese Entwicklung ist in meinen Augen nicht zu unterschätzen. Sie ist von enormer Relevanz, weil es einen Bruch darstellt der Politik der letzten 80 Jahre gegenüber Europa seit der Europäischen Union. Nun kann man sagen, okay, dann werden wir endlich erwachsen. Das wäre vielleicht der positive Aspekt, aber das Ganze reicht nicht, denn dieses diese Entscheidungen in USA, diese Neuausrichtungen kommt zu einem Zeitpunkt, wo Europa geschwächt ist. wie nie zuvor. Das gilt einmal für die Ökonomie und das ist in meinen Augen ganz wichtig. Europa ist der Verlierer im westlichen Kontext ein voran Deutschland. Wir haben eine enorm kritische Konstellation, wenn wir uns anschauen, wie Frankreichs Budget aufgestellt ist. Laut IWF dieses Jahr 5,4% Haushaltsdefizit. Ja, sie wollten bestimmt sagen, aber Helmeier, dafür wachsen sie auch mit 0,8%. Ja, Deutschland wächst mit 0,3 % bei einer Neuverschuldung von 2,5%. Das wirkt auf ersten Blick dann entspannt, aber nein, das große Problem ist, dass die beiden großen Wirtschaftsnationen der Europäischen Union heute im Krisenmodus fahren. Die äh für Frankreich gilt es insbesondere bezüglich der Staatsverschuldung und der Reformunfähigkeit. Für Deutschland gilt es bezüglich der Ökonomie, damit mittelbar verbunden auch der Staatsfinanzierung. Wir wissen, die Kommunen platzen schon. Fragen wir mal München, Köln oder Dudwigshafen. Und das wird demnächst auch, wenn wir nicht umsteuern die Bundesländer und am Ende auch den Bund betreffen, was Steuer äh was Steuersubstrat anbetrifft. Also, es ist sehr sehr kritisch und dann kommt diese Doktrin eben zu einem Zeitpunkt, wo wir mit unserem Geschäftsmodell in Europa das enorm Import und exportseitig abhängig ist. Wir brauchen also an sich Freunde auf der Welt und freie Import und Exportmärkte. In die zu diesem Zeitpunkt wird Deutschland wird die Europäische Union dadurch isolierter und das unterminiert das Geschäftsmodell Europas. Das ist nichts, was jetzt kurzfristig sofort Wirkung entfaltet, aber perspektivisch Wirkung entfalten wird, wenn sich die Position der Europäischen Union hier nicht in wesentlichen Teilen ändern ändert. Und ich kann das im Moment nicht erkennen. Ja, jetzt wollen sie mir sagen, Herr Hellmeier, Herr Wadefu ist doch jetzt in China und jetzt wird alles gut. Hier kann ich nur eins sagen. In China hat man eine Betrachtungsweise bezüglich der Europäischen Union und insbesondere bezüglich Deutschlands, dass diese moralisierende Politik für die bilateralen Entwicklung in Ökonomie wenig hilfreich sind. Und die ersten Äußerung von Herrn Wadefu haben genau diese moralisierende Politik einmal mehr in den Vordergrund gespielt, bevor er abgereist ist. Also auch hier ist eine nachhaltige Optimierung der ökonomischen Grundlagen zwischen China, Deutschland, China, der Europäischen Union in meinen Augen derzeit nicht auf der Agenda. Jetzt wollen Sie sagen, aber Helm, sie irren sich. Sie irren sich, weil der Euro ist ja so stark. Ja, der Euron Euro wirkt so, als hätte eine Teflon Geschichtung. Also die USA werden voraussichtlich dieses Jahr in Richtung 3 % wachsen, nächstes Jahr 3 % plus. Sie machen Strukturreformen, sie stellen sich neu auf, sie schaffen neue Energiebalancen, die für die Zukunftsindustrien von wesentlichster Bedeutung sind. Ah, und was passiert in Europa? All das perlt im Moment am Euro ab. Ob das eine dauerhafte Tendenz sein kann, darüber kann man sehr wohl diskutieren. Am Ende greift immer die Kraft des Normativ faktischen. Und das Normativ faktische zeigt, wir haben eine politische Disintegration innerhalb der Europäischen Union. Schauen wir auf die Wiese gerade Staaten. Das heißt, die Politik der Europäische Union wird nicht mehr in allen Ländern gutiert. Ganz im Gegenteil. Und diese internationale Isolierung, die wird Folgen haben. Noch mal, es gibt keinen Wirtschaftsraum auf der Welt, der stärker von freien Import und Exportmärkten und guten Freunden auf der Welt abhängig ist, wie die Europäische Union und allen voran wie Deutschlands. Wenn wir uns mal die Zahlen aus Deutschland anschauen, die wir heute morgen reinbekommen haben oder auch Meldungen, dann hören wir plötzlich, ja, in Nordrheinwestfalen verlieren wir pro Monat 2100 hochbezahlte Jobs. Das heißt, so haben um die 65 000 € Jahreseinkommen im Bereich der Metall äh Industrie und die Chemie in Nordrhein-Westfalen, Auslastungsgrad 70°. Die Negativmeldung, die schlagen hier an. Es gibt auch einige positive, aber die sind eher äh konjunkturell als strukturell. Die strukturellen Daten sagen auch, dass das konjunkturelle Bild sich bestenfalls moderat erhöhen wird. Dabei spielen die Rüstungsaufträge natürlich eine große Rolle, aber auch Infrastrukturprojekte, die jetzt stabilisierend wirken. Aber das sind keine endogenen Kräfte, das sind exogene Kräfte über den über Staatsintervention. Da muss man sehr differenziert sich das Ganze anschauen. Dann schauen wir mal ein bisschen auf die Daten der letzten Woche. Das Verbrauchervertrauen in USA nach Lesart der Universität Michigan ist angezogen von 51 auf 533. ist immer noch ein malades Niveau, aber dich tendenz stppt. Bei den arbeitslosen Erstanträgen haben wir förmlichen einen Einbruch erlebt von 200, gut 220.000 auf 191 000. Da muss man mal schauen, ob das auch jetzt in den kommenden Wochen bestand hat dieses Niveau. Dann der ISM Index ähm für den Dienstleistungssektor 52,6 angestiegen von S&P das Pandor bei 541. die Industrieproduktion jetzt mit starkem Wachstum dem stärksten Wachstum seit vielen vielen Monaten mit 1,62 % plus im Jahresvergleich zuvor 0,9 ma ich aber auf der anderen Seite dann der ADP Bericht Beschäftigungsbericht enttäuscht mit -3 000 schauen wir mal was bei den Nonfarm Payrolls am Ende rauskommt. Dann schauen wir Richtung Eurozone. Ja, da haben wir auch gute Daten. BIP etwas besser im Quartalsbereich im Quartalsvergleich als erwartet. 0,3% erwartet war, das war auch der vorläufige Wirt im Jahresvergleich, aber unfair hal 1,4 % plus hängt natürlich stark an den Reformländer, die Aristoteles gemacht haben, an Griechenland, an Spanien, an Portugal, an Irland. Das sind die Länder, die im Moment Wachstumsimpulse setzen und bei vielen anderen läuft das eher äh schwach oder äh ja schwach, im Moment nicht negativ. Einzelumsätze zuletzt + 1,5% im Jahres vielleicht eine Eurozone nach 1,2. Preise unproblematisch Erzeugerpreise im Jahr vielleicht -05 Verbraucherpreise + 2,2% dicht am Ziel der EZB. Und dann haben wir noch die Compositeit Indizes von den Einkaufsmanager Indizes bekommen. Da war auch alles etwas besser. Z für die Eurozone 52,8 nach 52,4 heißt moderates Wachstum. Weil den in Deutschland haben wir auch positive Daten bekommen. Heute morgen, wo wir aufnehmen, hatten wir gerade die Industrieproduktion + 1,8% im Monatsvergleich deutlich besser als erwartet. Der Vormon gleich nach unten revidiert von 1,3 auf 1,1% im Jahresvergleich jetzt auch wieder positiv. Es kommt aber an aber wir haben heute auch die Daten aus Dänemark bekommen. Der Produktionsindex Basisjahr 2021 steht bei 135, also seit 2021 + 35%. In Deutschland steht der Index auch Basisjahr 2021 bei 92 und das sagt uns eben, dass die dass wir strukturell einfach hier in Deutschland deutlich zurückfallen. Was gab es sonst? Japan, das BIP hat enttäuscht. Ähm jetzt annualisiert aus Jahr hochgerechnet -2,3% im dritten Quartal. Quartalgleich -0,6 auch etwas schlechter als der vorläufige Wert. -0,5. Auch der Konsum läuft nicht. jetzt zuletzt die Haushaltsausgaben, die privaten Haushaltsausgaben im Jahresgleich – 2,9% und wir haben Problem in Japan und das ist ein wichtiges Problem, das kann eine Infektion auch in andere Länder haben. Die zehnrigen Staatsanleihen liegen jetzt bei 1,95 1,96% Rendite. Das ist das sind die Spitzen seit 2005 und 1997 und wir haben dort eine Staatsverschuldung von 230%. Das ist kritisch. Also Japan läuft ja im Moment auch auf dünnerem Eis. Das ist das, was ich ih damit sagen will. China dagegen läuft rund. Wir haben die Handels den Handelsgatzüberschuss mit über 111 Milliarden für den letzten Berichtsmonat gerade bekommen. Exporte wachsen mit 5,9 %. Importe um 1,9 % dieenreserven bei 3346 Milliarden. Es läuft Russland auch gute Daten, die wir bekommen haben. Ja, zuletzt ähm beim BIP 1,6% Wachstum im Jahresvergleich für den letzten Berichtsbron hat. Ein Einschlagsumsätze + 4,8 % im Jahresvergleich. Reallöhne also nach Inflation + 4,7 % davon träumt man hier und die Arbeitslosenrate bei 2,2%. Alright, das zu den Daten der Vergangenheit. Jetzt schauen wir auf ein paar wenige Daten in dieser Woche. Einmal die Handelsbilanz kommt morgen Deutschlands. Hier erwartet wenig Veränderung 15,2 nach 15,3 Milliarden Euro Überschuss, aber Exporte sollen wieder senken im Monats gleich – 0,2 % Import um 0,2% zulegen. Dann bekommen wir die Preisen die Preise aus China. Erzeugerpreise erwartet -2%, Verbraucherpreise + 0,7 %. ist ein deutlicher Anstieg gegenüber den +02, die wir hatten, hat aber mit Basiseffekten zu tun, also Jahresvergleichsdaten. Und insgesamt bleibt das Inflationsbild absolut unausgeprägt in China. Raum für Zinsckung bei Bedarf ist im Moment aber nicht erkennbar. Dann am Mittwoch weiter die Fat Funds Target Rate. Ähm das ist das Thema der Woche im Grunde genommen. Die US Zinscheidung erwartet wird hier ein Zinschritt um ein % von 375 4 bis 4% die Zieläh Zone der Fettfans auf 350 bis 375. Ich halte das für realistisch Wahrscheinlichkeit 70% und damit verbessern sich wieder die Rahmenaten für die USW Wirtschaft. Donnerstag geht’s weiter mit der Handelsbilanz. Der USA erwartet ein Defizit von 61,5 Milliarden. Nach zuvor 59 – 59,6 Milliarden Haken dran. ist bekanntes Fahrwasser im Moment und am Freitag bekommen wir noch die finalen Berechnung der deutschen Verbraucherpreise. Hier wird unterstellt, dass wir bei 2,3% vorläufiger Wertwes auch bleiben. Also ein Ticken oberhalb des Niveaus der Eurozone. Wenn wir uns das Ganze anschauen, ja, die Welt läuft weiter, Europa wird isolierter, die Chancen Europas minimieren sich damit perspektivisch. Das ist das, was hier im Raum steht. werden die Themen adressiert seitens der EU, der Kommission, seitens der Bundesregierung, seitens der Regierung in Paris? Nein, die entscheidenden Themen nicht. Am Rande macht man etwas, aber es ist nicht das äh was wir brauchen, um das große Bild zu ändern, sondern das nivelliert nur am Rande eben. Ähm besteht damit weiter die Chance auf die Jahresend Rally, ja 65%, dass wir ein positiveren Jahresabschluss bekommen als das aktuelle Niveau darstellt. Und noch mal die Anomalie des Jahres in meinen Augen. Anstieg Euro Anfang Januar 102, jetzt bei 116 117. Da kann ich nur eins sagen, das ist der Teflon Euro. Die Bedingung haben sich für Europa latent verschlechtert. Die Wirtschaftsdaten fallen gegenüber den USA zurück. Jetzt im bilateralen Vergleich. Amerika erneuert sich durch Reformen und baut neue Kanäle auf, gerade im Sektor Energie. Europa hängt hinterher. Schauen wir mal, wie das ausgeht. Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche. Es ist mir ein Vergnügen und nächste Woche haben wir den letzten FTD Helme der Woche im Jahr 2025. Bis dann. Ciao.

KW 50 – Willkommen zu deinem kompakten Überblick über die wichtigsten Ereignisse aus Geopolitik, Wirtschaft und Finanzmärkten, mit Chefanalytiker Folker Hellmeyer.

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Die neue Sicherheitsstrategie der USA beinhaltet eine Abkehr von Europa, was auch wirtschaftlich von großer Relevanz ist.
Im Krisenmodus befindet sich Japan, dort schrumpft die Wirtschaft stark und das Verbrauchervertrauen geht zurück.
Der wichtigste Termin der aktuellen Woche ist der Zinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve.
Eine Zinssenkung könnte der US-Wirtschaft weiteren Schub verleihen.
Außerdem blicken Anleger und Märkte unter anderem auf die Handelsbilanzen aus Deutschland und aus den USA sowie auf Preisdaten aus China.

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📅 Kalenderwoche 50 – 08. bis 14. Dezember 2025

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⏱️ Kapitel / Timecodes

00:00 – Rückblick: Wirtschaftliche Gesamtlage10:54 – Deutschland: Trade Balance, EUR, SA
11:05 – Deutschland: Exports and Imports (MM SA)11:12 – China: PPI YY and CPI YY
11:37 – USA: Fed Funds Tgt Rate
12:05 – USA: International Trade $
12:16 – Deutschland: CPI Final YY12:31 – Abschluss

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